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Ausgrabungsstätte Sa Caleta


Zu den Sehenswürdigkeiten Ibizas gehört die Ausgrabungsstätte Sa Caleta , die 1999 in das Weltkulturerbe der Unesco aufgenommen wurde. Sie liegt auf der kleinen, flachen Halbinsel im Südwesten Ibizas in der Nähe von Sant Josep.


Die Ausgrabungsstätte gehört zu den neuesten Entdeckungen auf der Insel. Erst Ende der 80er Jahre wurden die Überreste der phönizischen Siedlung überhaupt bemerkt und mit der Ausgrabung begonnen.

Die Balearen bildeten ein autonomes Gebiet innerhalb des phönizischen und später des karthagischen Einflussgebietes. Im Zuge der Expansion im westlichen Mittelmeer betrachteten die Karthager dieses Gebiet jedoch als ihre Interessenssphäre über die sie durchaus die Handlungshoheit hatten.

 

 

 

Das manifestierte sich in zahlreichen Handlungsniederlassungen über das ganze westliche Mittelmeer hinweg, von Nordafrika über die spanische Ostküste, Südfrankreich, Korsika und Sardinien, Sizilien und eben auch die Balearen.

Die zumeist kleinen Ansiedlungen dienten zunächst den Phöniziern und später den Karthagern vornehmlich zum Handel mit den im Hinterland lebenden Eingeborenen, später aber auch zum Metallabbau, als sichere Häfen für ihre Handels- und Kriegsflotte und zur Rekrutierung von Söldnern.


Von den Balearen bezogen die Karthager die berüchtigten Steinschleuderer, die Els Foners Balears, die der Inselgruppe ihren Namen gegeben hat. So ist überliefert, dass zu Beginn der Schlacht von Cannae ein balearischer Schleuderer den römischen Feldherren L. Aemilius Paulus schwer verwundete.
Seit 2001 gibt es wieder mehrere Vereine auf den Balearen, die diese Tradition der Els Foners Balears bewahren. Es werden sogar jährliche Meisterschaften ausgetragen. Allerdings verwendet man heute Tennisbälle statt der tödlichen Steingeschosse.

Die Ausgrabungsstätte Sa Coleta geht auf eine Siedlung aus dem 7. Jahrhundert zurück, ist also den Phöniziern zuzurechnen. Wahrscheinlich kamen sie nach Ibiza auf der Suche nach Metallen, die sie dann nach Tyros oder Sidon importierten. Die Siedlung bestand aus engen Gassen und kleinen, unregelmäßigen Plätzen. Auf einem von ihnen ist heute noch ein großer Ofen zum Backen von Brot zu sehen.

 

 


Hauptattraktion der Ausgrabungsstätte ist das so genannte "Barrio sur". Es besteht aus acht verschiedenen Bauwerken unterschiedlicher Form und Größe, die über ein, zwei oder drei Aufenthaltsräume verfügen.
Sehr wahrscheinlich diente ein Gebäude zur Salzlagerung, das in den in der Nähe gelegenen Salinen abgebaut wurde.


Wahrscheinlich war Sa Caleta darüber hinaus ein Anlaufhafen auf dem langen Seeweg zwischen dem bedeutenden phönizischen Hafen Tyros und der Cádiz in Spanien.

Die Siedlung bestand allerdings nicht lange. Zu Beginn des 6. Jahrhundert vor Christus, kaum 200 Jahre nach ihrer Gründung, wurde sie wieder aufgegeben. Sie wurde durch die Siedlung eretzt, aus der später Eivissa Vila, die Hauptstadt Ibizas hervorgehen sollte.

 




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